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© Anja Salomonowitz
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Vermittlungs- und Begleitpgrogramm
Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste Wien | 9. April – 26. Mai 2002

Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941-1944

Die sog. ›zweite Wehrmachtsausstellung‹ zeigt ausgehend vom damals geltenden Kriegs- und Völkerrecht die Beteiligung der Wehrmacht an den im Zweiten Weltkrieg auf Kriegsschauplätzen im Osten und in Südosteuropa verübten Verbrechen. Sie dokumentiert insgesamt sechs Dimensionen des Vernichtungskrieges: Völkermord an den sowjetischen Juden; Massensterben der sowjetischen Kriegsgefangenen; Ernährungskrieg; Deportationen von Zwangsarbeitern; Partisanenkrieg; Repressalien und Geiselerschießungen.

Ziel des Vermittlungsprogrammes war es, eine Form der Auseinandersetzung mit den historischen Fakten zu ermöglichen, die weder nach Betroffenheit heischen noch eine kalmierende Versöhnung mit der Vergangenheit herstellen wollte. Das Thema der Ausstellung sollte als eines behandelt werden, das in der Gegenwart eine Rolle spielt und die Vergangenheit als ein bis heute umkämpftes Terrain sichtbar macht.

Projektleitung der Vermittlung
Entwicklung eines Kommunikationskonzeptes
Aufbau und Einschulung des Vermittlungsteams
Entwicklung eines Begleitprogrammes
Pädagogische Betreuung der Ausstellung
Vermittlungsaktionen für Schulklassen
Materialien für den Unterricht

Anlässlich der Planung, Konzeption und Durchführung der Vermittlung im Rahmen der zweiten Wehrmachtsausstellung hat das Büro trafo.K eine Studie zur Frage der Vermittlung von historischen Themen, insbesondere der NS-Zeit, in Auftrag gegeben. In der qualitativen Erhebung wurden die Angaben von 924 SchülerInnen, die im April und Mai 2002 mit ihren Schulklassen die zweite Wehrmachtsausstellung besucht hatten, mittels eines Fragebogens zum Themenkreis Wehrmacht und Nationalsozialismus erfasst. Darüber hinaus nahmen SchülerInnen aus vier Schulklassen an Gruppendiskussionen teil, in denen die persönlichen Anknüpfungspunkte an das Thema Nationalsozialismus im Zentrum standen. Es wurde dabei erhoben, unter welchen Aspekten die Jugendlichen den Nationalsozialismus thematisieren, und ergründet, welche möglichen Bedeutungen und Funktionen diesen Thematisierungen zugeschrieben werden können. Die Studie ›Der Umgang von Jugendlichen mit dem Thema Nationalsozialismus in Österreich. Eine soziologische und psychologische Untersuchung im Kontext der Ausstellung‹ wurde von Ines Garnitschnig und Stephanie Kiessling konzipiert und durchgeführt.

Ausgehend von neuen Ansätzen der Vermittlung zeithistorischer Themen seit den 1970er Jahren und den zahlreichen vergangenheitspolitischen Debatten der vergangenen zwei Jahrzehnte, präsentieren und reflektieren die AutorInnen im Sammelband ›In einer Wehrmachtsausstellung. Erfahrungen mit Geschichtsvermittlung‹ ihre Erfahrungen mit Geschichtsvermittlung anhand des Beispiels der zweiten Wehrmachtsausstellung.

Projektleitung: Nora Sternfeld, Renate Höllwart
Projektteam: Claudia Ehgartner, Charlotte Martinz-Turek, Elke Smodics, Daru Huppert, Sabine Loitfellner, Eduard Nimmervoll, Alexander Pollak, Brigitte Straubinger, Katharina Wegan

Dank an: Jessica Beer, Katharina Bösch, Elke Gryglewski, Günther Jacob, Gerald Krieghofer, Ruth Lackner, Oliver Marchart, Ute Meta-Bauer, Bertrand Perz, Heidemarie Uhl, Walter Manoschek, Siegfried Mattl, Anja Salomonowitz, Monika Sommer, Doron Rabinovici, Dirk Rupnow u.v.m.

 

Mit Unterstützung von: Österreichischen Gewerkschaftsbund, Kulturabteilung der Stadt Wien