
GLEICHSTELLUNG
Gleichstellung bedeutet, dafür zu sorgen, dass alle Menschen die gleichen Möglichkeiten und Chancen haben.
Feminist_innen und Frauenbewegungen kämpfen seit langem für die Rechte von Frauen. Denn Frauen wurden von Männern und Staat abhängig gemacht – und werden es oft heute noch. Bis 1979 z.B. brauchten Frauen in Österreich noch die Einwilligung ihres Mannes oder Vaters, um arbeiten zu gehen oder ein Bankkonto zu eröffnen.
Seit 1979 gibt es in Österreich ein Gleichbehandlungsgesetz. Damals ging es vor allem um gleichen Lohn für gleiche Arbeit für Frauen, mittlerweile verbietet das erweiterte Gleichbehandlungsgesetz die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder der Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung. Auch für Menschen mit Behinderungen gibt es eigene Gesetze.
Aber es reicht nicht aus, Gesetze zu machen. Damit Gleichstellung erreicht wird, müssen benachteiligte Gruppen unterstützt und gefördert werden. Und wir alle müssen überlegen, wie wir handeln können, um Benachteiligungen zu beenden.
Echte Gleichstellung würde bedeuten: Recht auf gesicherte, gut bezahlte Arbeit, auf ein Leben ohne Diskriminierung, auf Asyl, auf die freie Wahl des Geschlechts, auf die freie Wahl der Beziehungsform, die freie Religionswahl und die Wahl, keiner Religion anzugehören, Chancengleichheit für alle und freie Entscheidung über den eigenen Körper. Und zwar ohne deshalb Konsequenzen befürchten zu müssen oder benachteiligt zu werden.
