
FEMINISIERTE ARBEIT
Der Begriff „feminisierte Arbeit“ ist wichtig, um ein Problem zu benennen: Es gibt bestimmte Arbeitsfelder, die schlechter bezahlt werden, einen schlechteren Ruf haben und bei denen es oft unsichere Arbeitsbedingungen gibt. Diese Arbeit wird viel öfter von Frauen gemacht.
Wenn nun über diese Arbeit gesprochen wird, werden bestimmte Fähigkeiten betont und gleichzeitig bestimmte Anforderungen nicht erwähnt. Zum Beispiel: Von einer Krankenpflegerin wird gesagt, dass sie einfühlsam und fürsorglich sein muss, nicht aber, dass sie körperlich stark und belastbar sein muss. So werden sexistische Stereotype wiederholt, und diese Arbeit bekommt weniger Anerkennung. Dies zeigt sich auch in der schlechten Bezahlung, z.B. in den Berufsfeldern Verkauf, Körperpflege, Krankenpflege, Kinderbetreuung oder Reinigung. Oft wird feminisierte Arbeit auch überhaupt nicht bezahlt, wie z.B. Hausarbeit, Kindererziehung oder Pflege von Verwandten.
Die Vorstellungen davon, was eine „männliche“ und was eine „weibliche“ Arbeit ist, haben sich im Lauf der Zeit immer wieder geändert. Zum Beispiel galt Programmieren früher als typische Frauenarbeit.
Feminisierte Arbeit wird nicht nur von Frauen* ausgeführt, sondern allgemein von Menschen, die diskriminiert werden und deswegen schlechtere Chancen am Arbeitsmarkt haben.
