GENDER

Gender wird „dschender“ ausgesprochen und ist das englische Wort für „soziales Geschlecht“.

Wenn wir von „Mann“ oder „Frau“ reden, denken wir in erster Linie nicht an körperliche Merkmale, wie Bart oder Geschlechtsorgane. Sondern wir haben automatisch ein ganzes Paket an Vorstellungen von dieser Person im Kopf: wie sich ein Mann oder eine Frau verhalten soll, welche Kleidung oder Frisur er oder sie hat oder wie sich ein Mann oder eine Frau bewegen soll.

Geschlecht oder Gender ist also stark bestimmt durch gesellschaftliche Erwartungen: Als normal gilt, wer sich so verhält, wie es erwartet wird. Gleichzeitig wird aber auch das, was als „männlich“ angesehen wird, meistens höher bewertet. Dadurch entsteht ein hierarchisches Verhältnis.

Aber wer bestimmt denn nun, was männlich und was weiblich ist? Und warum können wir uns so schwer vorstellen, dass es so viele Geschlechter wie Menschen gibt?

Die Geschlechterrollen sind von den Orten, wirtschaftlichen Bedingungen und der Zeit, in der wir leben, abhängig. Ein stereotypes Bild von Männlichkeit kann an einem anderen Ort oder zu einer anderen Zeit ein stereotypes Bild von Weiblichkeit sein. So kann man verstehen, dass diese Geschlechterrollen nicht natürlich sind. Sie werden zu einer gesellschaftlichen Norm, indem die gleichen stereotypen Bilder in Gesprächen, Büchern, Filmen, Werbung oder Musikvideos immer wieder wiederholt werden.