ANTIRASSISMUS

Antirassismus ist politisches Handeln gegen Rassismus: gegen Gesetze, Handlungen, Meinungen und Strukturen, die Menschen aufgrund von bestimmten Merkmalen diskriminieren. Diese Merkmale können z. B. Herkunftsland, Hautfarbe, Sprache, Name oder Religion sein. Rassismus hat eine lange und sehr mächtige Tradition.

Politische antirassistische Arbeit heißt, gleiche Rechte für alle zu fordern. Es geht darum, diskriminierende Handlungen und Strukturen aufzudecken und sich gegen diese zu wehren.

Wie schaut antirassistische Praxis aus? Es gibt viele antirassistische Gruppen und Organisationen, die sehr unterschiedlich arbeiten. Manche planen Demonstrationen gegen rassistische Gesetze (wie zum Beispiel das Fremdengesetz) oder versuchen, Abschiebungen zu verhindern. Andere beraten und informieren über Rechte. Wieder andere Gruppen treffen sich, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu stärken oder machen antirassistische Positionen in der Öffentlichkeit stark.

Um etwas zu verändern, liegt die Verantwortung auch bei jeder einzelnen Person: Beurteile ich jemanden nach Hautfarbe, Herkunftsland, Religion oder Sprache? Habe ich Vorstellungen von „Normalität“, die andere diskriminieren? Welche Wörter verwende ich als Schimpfwörter? Wie reagiere ich, wenn ich rassistische Vorfälle erlebe?

Unterschiedliche Diskriminierungen überschneiden sich oft. Deswegen sollte gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie und andere Unterdrückungen auch gemeinsam gekämpft werden.