POC

Der Begriff „People of Color“ kommt aus den USA (People = Menschen, Color = Farbe). Es ist eine Selbstbezeichnung für alle Menschen, die von Rassismus negativ betroffen sind.

People of Color wird auch im Deutschen verwendet: von Roma, von Schwarzen Menschen, von Jüd*innen, von Migrant*innen, von Asylsuchenden und von Menschen mit Migrationsgeschichte – ob aus Afghanistan, Bulgarien, Marokko, Eritrea, der Türkei, Tschetschenien, Albanien, Nigeria, Bosnien oder dem Irak.

Der Begriff ist notwendig, weil es eine ungeschriebene Norm gibt, die mit Macht verbunden ist: Menschen, die weiß sind, müssen sich nicht definieren. Sie machen sich über ihre Identität keine Gedanken und werden kaum darauf angesprochen. Umgekehrt tun das People of Color andauernd.

People of Color werden diskriminiert, oft nicht ernst genommen, komisch angeschaut, auf der Straße grundlos von der Polizei aufgehalten oder kommen in Krimis nur als der Böse, als „Problemfälle“ oder in Nebenrollen vor.

„People of Color“ ist ein positiver, selbst gewählter Begriff, der es möglich macht, diese geteilte Erfahrung gemeinsam zu thematisieren und gegen Rassismus zu kämpfen.